Streitschlichtung
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Streitschlichtung

Streitschlichtung und ihre Zielsetzung

In der Streitschlichtung sollen Schüler dazu ausgebildet werden, Konflikte zu erkennen und anderen Mitschülern dazu zu verhelfen, selbst Lösungswege zu suchen, um den Streit beizulegen, auch um später ähnliche Streitigkeiten zu vermeiden. Die Streitschlichter dürfen also keineswegs selbst Lösungen vorgeben.
Ein weiteres Ziel ist die Gewaltprävention. Die Streitschlichter werden durch entsprechende Übungen zur Gewaltprävention geschult und können zur Verstärkung der gefundenen Lösungswege auch dahingehend Übungen mit den Beteiligten durchführen. Beliebt ist der sogenannte „heiße Stuhl“, der dem einzelnen verdeutlicht, wie viel Gewalt er vertragen kann und wo seine Grenzen liegen. Das Aufzeigen der eigenen Grenzen soll dazu befähigen, mit dem Mitmenschen weniger aggressiv umzugehen. Bei dieser Art von Übungen ist es jedoch sinnvoll, die Ausbilderin als Beobachterin einzubeziehen.

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Auch sollen die Streitschlichter dahingehend geschult werden, zu erkennen, ob der vorliegende Fall noch im Rahmen der Streitschlichtung zu lösen ist, oder ob der Fall so schwerwiegend ist, um an die Beratung oder an die Seelsorge abgegeben zu werden.
Zusätzlichen Beratungsbedarf, an welches Team der Fall abzugeben ist, holen sich die Streitschlichter bei der Ausbilderin, die dann für den Fall die möglichen Wege einleitet und Absprachen mit dem entsprechenden Team trifft.
Mit anderen Worten: Streitschlichtung, Beratung und Seelsorge arbeiten eng zusammen.

 

Der Ablauf einer Schlichtung erfolgt nach einem festgelegten Rahmen und nach zu Beginn der Schlichtung festgelegten Gesprächsregeln für die betroffenen Parteien:

Ablauf der Schlichtung

1. Vorstellung:

Rolle des Schlichters beschreiben

    • Vertraulichkeit zusichern
    • Freiwilligkeit betonen

2. Einleitung:

Schlichtungsziel: gemeinsame Lösung finden

    • Jeder kommt nacheinander zu Wort
    • Schlichter wiederholt und fasst zusammen
    • Regeln:
      • nicht unterbrechen
      • Gedanken lieber notieren, wenn jemand anders spricht
      • Keine Handgreiflichkeiten zulassen
    • Fragen klären
    • Anfang auslosen

3. Standpunkte:

    • Austausch der Standpunkte
    • Widerholung der anderen Meinung/en
    • Gegebenenfalls Einzelgespräche

4.Lösungen:

    • Lösungen sammeln (brainstorm)
    • Lösungen abwägen, eine oder zwei auswählen lassen
    • Kompromiss genau formulieren und aufschreiben, für jede Partei
    • Offene Fragen klären

5. Abschluss:

    • für Mitarbeit danken
    • Notizen vernichten
    • eventuell 2. Termin ausmachen
    • Schlichtungsformular abheften

Gesprächsregeln

  • dem Gesprächspartner zuhören
  • den Gesprächspartner ausreden lassen
  • keine Zwischenrufe
  • keine Beschimpfungen / Beleidigungen
  • Sag „Ich“ und nicht „DU“, um Anklagen zu vermeiden
  • den Gesprächspartner nicht auslachen
  • den Gesprächspartner nicht körperlich angreifen
  • ruhig sprechen
  • bei der Sache bleiben
  • Notizen für eventuelle Rückfragen machen

Auch der / die Streitschlichter haben sich während der Schlichtungsphase an bestimmte Gesprächsregeln zu halten:

Gesprächsregeln für Streitschlichter

Monika Schreiber

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