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BGH – Fußballmannschaft erstmalig Kreismeister

 

Erstmals „seit Menschengedenken“ hat eine Fußballmannnschaft des Bodelschwingh-Gymnasiums eine Kreismeisterschaft in der Wettkampfklasse I errungen (A- und B-Jugendliche der Jg 94-98). Überraschend ist das nur insofern nicht, als die im Vorjahr sehr erfolgreiche B-Jugendmannschaft (3.Platz auf Landesebene) in diesem Jahr in der WK I antrat und sich mitsamt ihrem Betreuer D. Harms einiges vorgenommen hatte.

 

Die Vorrunde am 17.2. in Hennef  sollte die Probe sein, ob die jüngere Mannschaft, verstärkt um ein paar ältere Schüler aus den Jahrgängen 11 und 12, auch in der neuen Altersklasse Chancen haben würde. Das Ergebnis war unerwartet eindeutig: Die drei Hennefer Schulen (Gymnasium, Gesamtschule und Hauptschule wurden klar distanziert : 5:0 , 4:1 bzw. 5:0.

 

In der Zwischenrunde am Aschermittwoch waren die Herchener selbst Veranstalter und konnten in der WECO-Arena 2 Mannschaften aus Oberpleis (Gymnasium am Ölberg) und Troisdorf (Geschwister-Scholl-Schule) begrüßen. Nach dem ersten Spiel Troisdorf gegen Oberpleis (0:3) war klar, dass der Weg ins Finale nur über Oberpleis führen würde. Da auch unsere Mannschaft gegen Troisdorf 3:0 gewann, wurde das dritte Spiel BGH:Oberpleis ein echtes Halbfinale für beide: nur der Sieger stünde im Finale, entsprechend hoch ging es teilweise her. Unser Ex-Schüler Hendrik Klein als Schiedsrichter bewies hier gute Leistungen und eine beachtliche Souveränität. Die in letzter Minute mit der Betreuung der Oberpleiser beauftragte Sportreferendarin fand sich plötzlich in einem Tollhaus wieder, einige ihrer Spieler hatten sich plötzlich als „wildeTiere“ entpuppt. Das Spiel war hochdramatisch, mit Chancen für beide Teams. Dass es 0:0 endete, entsprach durchaus dem Spielverlauf. Damit musste der Einzug ins Finale in einem Elfmeterschießen entschieden werden! Wer hatte jetzt noch Kraft und Nerven, vor allem Nerven? 4 Schützen fanden sich schnell, aber der fünfte musste gesucht werden. Jan-Luca Krämer, der jüngste Spieler auf dem Platz, ließ sich in die Verantwortung holen - und sollte seinen Elfer verwandeln. Als die Oberpleiser dann vorlegten und ihren ersten Elfer ziemlich auf den Mann schossen, war natürlich der Torwart der Held des Augenblicks und die Stimmung der Herchener stieg. Da keiner der folgenden 9 Schützen scheiterte, bedeutete der erste Fehlschuss den Halbfinalsieg. Ein dramatischer Schlusspunkt eines dramatischen Spiels! Die Torschützen: Richard, Jan-Luca, Jean, Adrian und Raphael .

Das Endspiel fand dann am 4. April wiederum in Dattenfeld statt. Die wahrscheinlich jüngste Mannschaft zumindest der Gymnasien und Gesamtschulen im Turnier traf mit dem Albert-Einstein-Gymnasium St.Augustin auf eine der vermutlich ältesten (8 Schüler des Jg 1995, BGH kein einziger): Im Schnitt war der Gegner 1,7 Jahre älter, es war also ein bißchen so wie A-Jugend gegen B-Jugend. Dass daher die Herchener Jungen hier vorsichtig und nervös anfingen, sollte keinen Kenner überraschen – vielleicht aber hätte der Betreuer den Altersunterschied gegenüber der Mannschaft einfach verschweigen sollen ! Um die 20. Minute herum das erste kleine Drama: Es brannte lichterloh im Strafraum der BGHler, fast alle schauten, ob ein Ball auch von selbst den Weg ins Tor findet oder den 16er verlässt. Einer dieser 4-6 sonderbaren Bälle ging auch noch an die Latte – Glück gehabt. Fünf Minuten später dann das zunächst einmal beruhigende 1:0 durch Adrian nach schönem Zuspiel von Raphael. Natürlich gibt sich ein Finalgegner nicht so früh geschlagen und so kam es zu wechselnden Spielanteilen bis zur Pause – mit durchaus auch Chancen für jede Mannschaft. Adrians gut gezielter Lattentreffer kurz vor der Pause hätte fast schon eine vorzeitige Entscheidung gebracht. Nach der Pause wurde das Spiel mit zunehmendem Verlauf von Seiten des zurückliegenden Gegners mit vereinzelter Härte und auch Unfairness geführt. Bemerkenswert, dass sich die Herchener dadurch jedoch nicht aus dem Konzept bringen oder gar provozieren ließen, sondern versuchten, ihr Spiel zu machen. Als Adrian um die 65.Minute herum zum zweiten Mal bei einem Laufduell um den Ball plötzlich zu Boden ging, weil der Gegner ihm einen KO-Schlag mit dem Ellenbogen verpasst hatte, sah die souveräne Schiedsrichterin Romina Holschbach keine andere Möglichkeit mehr als den Platzverweis (der 1. KO-Schlag war mit Gelb geahndet worden). Das war für das Herchener Team natürlich ein schönes Zeichen. Doch für einen kleinen Endspurt und vielleicht noch ein erlösendes 2. Tor fehlte vielen die Kraft. Auch die „älteren“ Gegner konnten nicht mehr zulegen und hatte genug Mühe, den verlorenen Spieler auszugleichen. Zumindest eine großartige Chance ergab sich noch, als Gero zwei Spieler ausgespielt hatte und dann am dritten scheiterte. Was hätte der bestens positionierte Adrian aus einem leicht machbaren Zuspiel gemacht?

Wer die Fußballgötter erzürnt, zieht ihre Dämonen auf sich. Während viele Zuschauer sich schon auf ein 1:0 einstellten, die ersten Wadenkrämpfe auftauchten und beide Teams nochmals frische Spieler brachten, nutzten die Einsteiner eine Unaufmerksamkeit in der Abwehr und es stand 1:1. Schade, das stellenweise etwas dahinplätschernde Spiel hätte ruhig 1:0 enden können – meinte  wohl nicht nur der Betreuer.

2 mal 10 min Verlängerung war abgemacht. Wer hatte jetzt noch Kraftreserven ? Phillip hatte schon  in der  regulären Spielzeit Wadenprobleme, wollte aber weiterkämpfen. Zum Glück zeigte auch der Gegner Ermüdungserscheinungen, trotz des deutlichen Altersunterschiedes. Unsere Jungen spürten wohl, was Richard als Mannschaftsführer in der Pause schon deutlich in beeindruckender Manier angesprochen hatte: Wir brauchen keine Angst zu haben vor diesem Gegner. Und so ging es weiter engagiert zur Sache: Gleich in der 91. Minute machte Adrian ein Tor, nach guter Vorarbeit von Jan-Luca H., und die Fans der Herchener waren wieder aus dem Häuschen. Das etwas deprimierende 1:1 schien vergessen, der Gegner zeigte in den Folgeminuten deutliche Konditionsmängel. Als dann Adrian in der 99. Minute das 3:1 markierte und damit seinen Ruf („kann aus halben Chancen ganze Tore machen“) festigte, war alles klar. Diesen Vorsprung in 10 Minuten „umzudrehen“ schien unmöglich. Vorbereitet hatte dieses dritte Tor einer, der in dieser Schlussphase deutliche Akzente setzte und anscheinend noch genügend Kraft hatte, um unermüdlich Angriff auf Angriff einleiten zu können: Jan-Luca K., der jüngste Spieler auf dem Platz. Bis zum Schluss des Spiels gab es noch mehrere Chancen für die Herchener und Jan-Luca krönte seinen bemerkenswerten Schlussspurt mit einem Tor in der 105. Minute: 4:1 und Kreismeister !!! Unsere Schlachtenbummler – ca 30 SchülerInnen, 10 Eltern und 2 Kolleginnen (Frau Schreiber und die Schulleiterin) hatten ein spannendes Finale mit einem überragenden Abschluss gesehen.
Der DFB-„Spion“ Volker Hofferbert, früher Lehrer am BGH, hatte sich das Spiel ebenfalls angesehen. Zwei Jungen sollen es ihm vor allem angetan haben – ihre Namen habe er weitergegeben – wer das Spiel gesehen hat, kann sich denken, wer diese wohl gewesen sein könnten.

Fazit des Betreuers: Ein tolles Team auch in diesem Jahr, einige schöne und spannende Spiele und viele einzelne Momente mit fußballerischen Leckerbissen, die man auch im normalen Vereinssport kaum häufiger sieht. Der Erfolg dieser Mannschaft ist auch ein Zeichen für die tolle Jugendarbeit vor allem in Dattenfeld: War es früher nicht möglich, gegen die halben Vereinsmannschaften aus Hennef, Sankt Augustin oder Siegburg zu bestehen, so sieht es derzeit offensichtlich anders aus.

Am Ende gab es noch ein gemeinsames Pizzaessen bei Cascada am Bootshafen. Gesponsert von Adrians Vater, Richards Opa und dem Betreuer ließen sich die Jungen eine Pizza schmecken und schlossen damit das diesjährige „Projekt Kreismeisterschaft“ in bestgelaunter Runde ab. Ob wohl eine zweifache Wiederholung gelingt? Ein hohes, aber nicht unerreichbares Ziel.

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Das Bodelschwingh Gymnasium

Willkommen auf der Homepage des Bodelschwingh-Gymnasiums in Herchen. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft. Die Schule ist in der Sekundarstufe I dreizügig und bietet in der Sekundarstufe II den Schülerinnen und Schülern ein weitgefächertes Leistungs- und Grundkursangebot.