Kunst-Musik-Theater
MS Office 365
Musik_Singen_Pro_0DSC_9467.jpg

Konzertbesuch in der Kölner Philharmonie

von Jan Becker, Stufe 10

Im Musik-Grundkurs von Frau Frobeen war das Thema "Orchester im Wandel der Zeit- Ein Spiegelbild der Gesellschaft?" diskutiert worden.
Wir waren bis zur Wiener Klassik (ca. 1770-1820) vorgestoßen, dann wurde im Zusammenhang mit dieser Thematik der Vorschlag von Frau Frobeen eingebracht, ein Konzert in der Kölner Philharmonie zu besuchen, das wir uns selbst aussuchen sollten.

Die Wahl fiel schließlich nach Vorschlägen verschiedenster Art auf eine Aufführung, in der Wagners (1813-1883) "Siegfried-Idyll" sowie die titanische 5. Sinfonie von Beethoven (1770-1827) aufgeführt werden sollten.
Die Kölner Philharmonie verfügt über ein sehr gutes Orchester sowie über eine Orgel der Firma Klais mit 67 Registern, die mit einer besonderen Prospektgestaltung besticht. Es finden etwa 2000 Personen Platz in dem riesigen Konzertsaal.
Beeindruckt hat mich persönlich die futuristisch anmutende Decke, die ein wenig Ähnlichkeit mit einem UFO besitzt, welche aber durch ihre Geräuschdurchlässigkeit ein großes Manko für die Philharmonie darstellt und auch schon in negative Schlagzeilen geraten war.
Das Konzert begann nach einer für meinen Geschmack etwas langen Anmoderation, welche über die Persönlichkeit Wagners und den Entstehungshintergrund des "Siegfried-Idylls" referierte.
Danach begann die eigentliche Aufführung des Siegfried- Idylls unter der Leitung des japanischen Stardirigenten Yutaka Sado.
Es beginnt mit leisen Streichern und steigert sich mithilfe von Blech- und Holzblasinstrumenten und einem gut ausgebildeten Streicherchor zu dem typisch-romantischen Klangbild mit sanften Schwebungen und dem weitgehenden Verzicht auf dissonante Tonintervalle wie z.B. Septimen oder Sekunden sowie mit sanften Melodien, die sich in rauschende Fülle steigern, um dann zum Schluss hin wieder leise zu versinken.
Dann begann mit einer - ebenfalls wieder zu langen - Anmoderation ein großes Stück, was die Musikgeschichte nachhaltig beeinflusste und zu den großen Meisterwerken der Wiener Klassik zählt: die legendäre 5. Sinfonie in c-Moll, Op. 67 des weltberühmten Meisters Ludwig van Beethoven.
Der berühmte erste Satz des viersätzigen Werkes mit seinem weltbekannten, klopfenden Anfangsmotiv ist streng in der Sonatenhauptsatzform komponiert, die sich in dieser musikgeschichtlichen Epoche großer Beliebtheit erfreute.
Die Sonatenhauptsatzform ist klar in drei Teile gegliedert: Der erste Teil heißt Exposition, der zweite Durchführung und der dritte Satz Reprise, zuletzt folgt noch ein kurzer Schlussteil.
Zu Beginn wird in der Exposition (=Ausstellung) das thematische Material vorgestellt, was im 2. Satz, der Durchführung dann verwoben und verarbeitet wird, z.B. mit Tonartenwechseln, Veränderung der Instrumentierung usw. Die Reprise ähnelt stark der Exposition und wird letztlich in ein pompöses Finale geführt.
Die weiteren Sätze der Sinfonie sind sehr unterschiedlich gestaltet, es werden interessante musikalische Mittel wie z.B. Pizzicati im dritten Satz, verwendet. Im vierten und letzten Satz wird den Streichern wahre Virtuosität abverlangt.
Uraufgeführt wurde das Werk am 22.12. 1808 im Theater an der Wien. Die Besetzung besteht üblicherweise aus: 1 Piccoloflöte, 2 Klarinetten. 2 Oboen, 2 Fagotten, 2 Flöten, 1 Kontrafagott, 2 Waldhörnern 2 Trompeten, 5 Posaunen, Pauken und einem vollständigen Streicherchor, also Violinen, Violen, Violoncelli sowie Kontrabässen.
Vor der Aufführung der Sinfonie war noch der interessante Vorgang des Stimmens zu beobachten: Die erste Geige erhebt sich, woraufhin die Oboe den Leitton vorgibt, nach dem zuerst die Bässe gestimmt werden und nacheinander die anderen Streicher folgen.
Neben dem pompösen Schluss der Sinfonie brach ein gewaltiger Applaus im Saal aus und dem Dirigenten wurden Blumensträuße überreicht.
Ich fand das Konzert sehr gelungen, beeindruckt hat mich die Freude und der Elan, mit denen die Musiker und der Dirigent arbeiteten. Man sah ihnen an, dass sie vollends in der Musik aufgingen und den von ihnen produzierten Klang sichtlich genossen.

 

Unsere Adresse:
Bodelschwingh GymnasiumHerchenBodelschwinghstraße 2D - 51570 Windeck
So erreichen Sie uns:
Tel.: 02243-9204-0Fax: 02243-6841E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Bodelschwingh Gymnasium

Willkommen auf der Homepage des Bodelschwingh-Gymnasiums in Herchen. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft. Die Schule ist in der Sekundarstufe I dreizügig und bietet in der Sekundarstufe II den Schülerinnen und Schülern ein weitgefächertes Leistungs- und Grundkursangebot.