Kunst-Musik-Theater
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Das Ballett „Der Nussknacker" als 'Instant Theater' in der Aula

von Dr. Klaus Zöllner

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Man nehme drei Klassen 5 an einem nasskalten Dienstagvormittag, die schon viele kleine Rollen vorher perfekt gelernt haben, ein kleines Orchester, das Ausschnitte aus dem Ballett von Tschaikovsky spielen kann und sehr viele Kostüme,

in denen sich vor der Aulabühne allerlei Mäuse, Zinnsoldaten und das ganze übrige Personal aus Tschaikowskys berühmtestem Werk bereit halten.Um jetzt aus diesen Ingredienzien innerhalb weniger Minuten eine voll funktionstüchtiges Opernensemble (im Zinnsoldatenformat!) zu machen, braucht es als entscheidende Zutat die beiden Opernpädagogen aus Wien, die schon zum wiederholten Male bei uns zu Gast waren: „Die Kinder des Olymp" nennen sich diese beiden Erzkomödianten und wenn die ausgebildete Opernsängerin den großen Raum vor unserer Aulabühne betritt, wird dieser Raum selbst ganz plötzlich zu einer großen Opernbühne, denn sie und ihr Gefährte singen tatsächlich mit großen Opernstimmen einige Arien aus dem Werk, eine seltene Gelegenheit für Kinder einmal zu erleben, wie laut und hoch ein Opernsänger singen musste (und heute noch muss) um ohne Mikrofon ein ganzes Opernhaus auszufüllen.
Der Begriff „Instant Theater" sagt schon, dass alles unglaublich schnell passiert: Pulver in die Tasse, heißes Wasser und fertig: z.B. die kurzen Anweisungen der Mäusekönigin hinter dem Bühnenbild, wie die Puppen zu tanzen haben und die dann vor dem Bühnenbild nur Sekunden später live zu erleben sind. All  das geschieht in rasantem Tempo und die beiden Opernpädagogen von „Kinder des Olymp" scheinen irgendwie mehrere Dinge gleichzeitig tun zu können: blitzschnelle Regieanweisungen hinter dem Bühnenbild geben, dabei die Geschichte erzählen, Arien zu singen, dabei zu tanzen und gleichzeitig bei kleinen 'Hängern' den begeisterten Akteuren noch zu soufflieren. Das Publikum, d.h. die Eltern und die Schüler/innen aus Klasse 5, war begeistert und zu Recht stolz auf eine hervorragende 45 Minuten Instant-Inszenierung des Bühnenklassikers, in dem sicher viele unserer Schülerinnen und Schüler am Morgen des nächsten Tages noch nicht wussten, welch schauspielerisches Talent in ihnen schlummert. (Die beiden Wiener waren übrigens ihrerseits wieder einmal sehr begeistert von der großen Konzentrationsfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler, die sie so, nach eigener Aussage, nicht überall erleben dürfen.) So war am Ende nicht nur die Heilung des defekten Nussknackers ein kleines Weihnachtswunder innerhalb des Stückes, sondern das eigentliche Wunder war eher die fast blitzartige Verwandlung einer großen Zahl von Schülerinnen und Schülern in kleine Komödianten und so vielleicht in spätere Abonnenten in unseren Opernhäusern und Konzerthallen; auch hier gilt es ja wieder: Nur wer selbst einmal Theater gespielt hat und Musik gemacht hat, schaut auch später einmal den Profis dabei zu.
Danke an das ganze Ensemble, dass wir diese Theaterluft wieder schnuppern durften, danke dem Förderverein und vor allem: Danke an die „Kinder des Olymp" und deren wahrhaft olympische Idee: Dabeisein ist alles!

 

 

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