Comeniusschule
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Comenius

"Comenius for ever" oder: Was hat eine Schule eigentlich vom Comeniusprojekt?

Nachdem ich in der letzten Zeit des Öfteren nach meinen Erfahrungen mit dem Comeniusprojekt an unserer Schule gefragt wurde, hier ein paar Gedanken über diese sehr interessanten Jahre: Noch heute profitiert die Schule vom langjährigen Comeniusprojekt, das zuerst unter Gesa Rottmanns und dann unter meiner Leitung stand. Welche Gründe gibt es dafür?

Nachdem Frau Rottmann die Leitung 2006 nach zwei Jahren abgegeben hatte und unsere Schule verließ, entwickelten die "Comenian Harmonists"  noch zusammen mit Frau Rottmann und Frau Dr. Tangemann vom Internat ein völlig neues Konzept, das in Gänze im Herbst 2006 in Spanien (Las Gabias, Granada) den anderen Nationen vorgestellt wurde.
Dieses neue Konzept besagte: Obwohl "Comenius" von der Satzung und von der Idee her eigentlich ein Lehrer/innen-Austauschprojekt ist, (in dem kleine Schülerdelegationen erlaubt, aber nicht Bedingung sind), sollten wir vielmehr zunehmend Schüler/innen in den Mittelpunkt stellen, es geht  - bei solch großen finanziellen Möglichkeiten - nicht an, dass ein Lehrertourismusprogramm gefördert wird, die Lehrer/innen haben ohnehin genug Geld zu reisen. (Das war allerdings nicht ganz richtig gedacht, wie ich später merken sollte!)

In Granada führte das damals zum Eklat, die Protokolle weisen das nach. Vor allem die spanische Seite hat sich dann auch gegen diese Idee bis zuletzt gewehrt.  Die von Nastassja Ruschmeyer,  Marion Tangemann, Dr. Arnd Schmidt und mir entwickelte Idee besagte: Möglichst  viele Schüler, möglichst Projektorientierung, möglichst viel sichtbares und evaluierbare Ergebnisse, wenig Tourismus. (In Herchen ging diese Idee besonders gut auf: Wir fanden viele Gasteltern, viele Schüler/innen aus dem Ausland kamen im Internat unter, die  Ausstattung der Schule für Projektarbeit war ideal, viele Kollegen und Kolleginnen machten mit, die Schüler/innen waren am Austausch mit Italien, Tschechien, Polen, Frankreich und Spanien interessiert, die Zielorte, z.B. Granada oder Venedig, waren attraktiv usw. ).

Der Titel unseres gesamten Comeniusprojekts, den die Spanier ursprünglich  formuliert hatten, ("Identität und Globalisierung") erschien uns dagegen zu global und musste mit Inhalt gefüllt werden, so unsere These.

Es gelang uns, die anderen Länder schrittweise von diesem Konzept der Schülerorientierung zu überzeugen, bis 2009 haben dann alle anderen Länder ( Frankreich, Tschechien, Polen, Spanien), die nach dem Comeniusfestival (Herchen 2007) Treffen der 6 Länder veranstalteten, das deutsche Modell übernommen, lediglich Italien hatte es wohl  nur auf dem Papier übernommen: zwar reisten deutsche Schüler/innen nach Mirano bei Vendedig, trafen aber leider nicht auf Schüler/innen der anderen Comeniuspartnerländer. Eine große Enttäuschung für unsere Schüler/innen!

Um das Konzept zu etablieren, wurde das damals groß angelegte einwöchige Comeniusfestival in Herchen veranstaltet, 2007 aber leider noch ohne Doku-Gruppe, es gibt daher keine Filme, kaum Bilder. Dieser Zustand hat sich seitdem erfreulicherweise gebessert.

Finanziell erwies sich die Idee der Schülerorientierung auch deshalb als gut, da mit dem Aufkommen der "Billigfliegerei" (Ryan-Air) große Teilnehmerzahlen mit wenig Geld bewegt werden konnten, im Endeffekt blieben so  am Ende noch einige tausend Euro übrig, die bis heute noch in die Comeniusarbeit an unserer Schule fließen: Comeniusprobenraum, Mulitmediacenter im Vorbereitungsraum des kleinen Musiksaals, Hardware und Software zur Unterstützung der Schulbands etc..
Unser neues Konzept haben wir damals auf Einladung an der Euopaschule in Bornheim anderen neu beginnenden Comeniusschulen vorgestellt, zu unserer Überraschung war aber unser Ansatz ohnehin inzwischen in Deutschland "common sense",  es ging eher darum, die anderen Länder von diesem Konzept zu überzeugen, was aber inzwischen gelungen zu sein scheint, Comenius ist heute ein Schüleraustauschprojekt mit inhaltlicher Ausrichtung statt bloßem Tourismus geworden.

Die gesamte Arbeit der 6 Länder aus den zurückliegenden Jahren  liegt übrigens in einer umfangreichen CD - Dokumentation vor. Sie kann als  "Steinbruch" genutzt werden.

Dr. Klaus-Jürgen Zöllner
Herchen, 26. Juli 2011

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