Schulleben
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Nach Frankreich zum 55-jährigen Bestehen der deutsch-französischen Freundschaft

von Ariane Oertel

Seit 2008 findet fast jährlich der Schüleraustausch mit Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klassen des Bodelschwingh-Gymnasiums Herchen mit Frankreich statt.

Vor zwei Jahren bekamen wir in diesem Zusammenhang eine neue Partnerschule, das „Collège Lechanal" in St. Laurent de Mure, nur 30 km von Lyon entfernt.

Auch in diesem Jahr, in dem sich die deutsch-französische Freundschaft (deutsch-französische Elyséevertrag) zum 55. Mal jährt, begegneten sich 29 Schülerinnen und Schüler des BGH mit ihren „corres" (Austauschschülern) aus Frankreich.

In der ersten Märzwoche besuchten uns die Franzosen und verbrachten eine Woche in ihrer deutschen Gastfamilie. Sie besuchten Köln, Bonn und auch den Unterricht unserer Schule. Am Wochenende in den Familien wurde das Kennenlernen etwas intensiviert und sie verbrachten Zeit z.B. im Trampolinpark, beim Bowling oder sogar bei einem Spiel des 1.FC Köln und natürlich lernten sie dabei auch typische Gerichte kennen oder das deutsche „Abendbrot".

Nach einem ersten Kennenlernen begannen sich schon tiefere Freundschaften zu entwickeln und einige waren nach der ersten Woche schon traurig, ihre „corres" gehen lassen zu müssen und freuten sich auf das Wiedersehen in Frankreich.

In der Woche vor den Osterferien traten wir dann die Reise nach Frankreich an. Trotz des doch sehr kalten Wetters für die Jahreszeit blieben wir meist trocken und die Sonne meinte es sehr gut mit uns. Als wir am ersten Tag Lyon besichtigten und von der „Colline Fourvière" den wundervollen Blick über die Stadt genossen, war die Begeisterung für die Gegend sicher. Auch von der wunderschönen Basilika „Notre-Dame de Fourvière" mit ihren aufwendigen Ornamenten und bunten Mosaiken und Fenstern waren die Jugendlichen beeindruckt. Nach der Führung durch den Rosengarten und die Altstadt mit ihren geheimen Wegen, den „Traboules", wurde am Nachmittag das Miniatur- und Filmmuseum besucht. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler originale Requisiten, Kostüme und Masken aus bekannten Filmen bestaunen.

Das Wochenende in den Familien verbrachten viele Schüler mit Ausflügen nach Lyon oder auch Zeit in Trampolinparks oder beim Lasertagspielen. Einige Schüler durften sogar das neue Stadion von Olympique Lyon besichtigen, schauten sich ein Basketballspiel der Lyoner Mannschaft (ASVEL) an oder waren Eislaufen.

Der Höhepunkt des Montags war die Besichtigung der „Grotte des Baumes", eine der Höhlen in der Umgebung. Das Mittagessen wurde dann in dem mittelalterlichen Dorf „Pérouges" eingenommen. Das Dorf bietet einen beeindruckenden Anblick, da es sorgfältig restauriert worden ist und und jetzt fast vollständig aus Häusern aus dem 15. und 16. Jahrhundert besteht. Hier wurde auch die Spezialität „Galettes de de Pérouges" probiert.

Am Dienstag erlebten die deutschen Schülerinnen und Schüler einen französischen Schultag. Sie hatten 4 Stunden Unterricht, bevor sie auch dann in einer typisch französischen Schulkantine essen konnten. Am Nachmittag brachten die französischen Schüler ihnen ein französisches Lied bei und zum Abschluss wurde ein französischer Film geschaut („Plötzlich Papa" mit Omar Sy).

Den letzten Tag verbrachten die Schüler mit einem Sportvormittag und spielten gemeinsam Tischtennis und Volleyball.

Der Abschied war sehr tränenreich; es fiel den meisten, auch wenn sie sich auf zu Hause freuten, schwer, ihre Gastfamilien zu verlassen (O-Ton einer Schülerin: „Ich könnte ohne Probleme noch ein, zwei Wochen hier bleiben".). Einige versprachen, sich in den Ferien wiederzusehen, so wie ein Austauschpaar aus dem letzten Jahr, das sich auch in den Sommerferien wiedergetroffen hat.


Interviews mit Schülerinnen und Schülern zum Austausch:

Wie hat dir der Austausch und die Zeit in Frankreich gefallen?
F: Die Zeit in Frankreich war toll. Es war auch schön, dass wir so viele besondere Aktivitäten extra unternommen haben. Am Wochenende konnte man auch mit anderen Familien was unternehmen und sportliche Aktivitäten zusammen machen.

P.: Ich hatte eine schöne Zeit in Frankreich und wurde toll in die Familie aufgenommen. Ich habe versucht viel Französisch zu reden und die haben mir immer geholfen, wenn ich etwas nicht wusste. Ich fand es gut, dass alle direkt so freundlich sind.

S.: Super. Meine Familie hat sich mega, mega Mühe gegeben. Haben mich immer gefragt, ob ich dies möchte, oder das. Total süß! Meine Corres hat sogar auf dem Boden geschlafen und ich durfte im Bett schlafen.

N: Meistens gut. Es gab zwar ein paar Momente die schwierig waren, aber im Grunde sehr schön.

A.: Die Familie war sehr nett, die Umgebung auch sehr schön. Die Schule war jetzt nicht so toll, die kam mir etwas vor wie ein Gefängnis mit engen Gängen.

M.: Sehr gut. Wir haben uns in Frankreich auch besser verstanden, weil man sich immer besser kennengelernt hat.

M.: Die Ausflüge waren super. Wir sind viel rumgelaufen, haben viel gesehen und gelernt, z.B. Gebäude und Denkmäler

Welche Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich sind dir aufgefallen?

F.: Die Schule war ähnlich wie in Deutschland, nur im Unterricht, z.B in Geschichte wurde die ganze Zeit diktiert und man musste einfach mitschreiben. Das würde ich als französischer Schüler auch doof finden. Die restlichen Fächer waren aber ähnlich wie im Deutschen.

P.: Es gab morgens kaum was zu essen, dafür Mittags und Abends umso mehr, da es auch immer eine Käseplatte dazu gab. Fast jedes Gericht war etwas mit Käse.

S.: Wir sind im Unterricht sehr laut und die Franzosen sehr leise.

A.: Die haben nach dem Essen immer Käse gegessen.

M.: Das Essen in der Kantine war nicht so lecker und einige hatten in der Schule Jogginghosen an. Das dürfen wir ja nicht. Auch sind die viel strenger, wenn z.B. jemand in der Pause ins Schulgebäude will. Es ist auch vieles teurer als bei uns.

J: Die Häuser sind anders. Sie sind viel kleiner und auch von außen sehen sie anders aus, rot und flach.

A.: Die Häuser sehen alle gleich aus und alle haben ein elektrisches Tor, das geöffnet werden muss, als wenn die reich wären. Die Umgebung ist grün und das Wetter besser als in Deutschland.

J.: Das Klo. Das Klo war abgetrennt vom Bad und man musste dann immer ins Bad, um die Hände zu waschen.

Welche Spezialitäten durftest du denn probieren?

F.: Wir haben Quiche gegessen und auch am letzten Abend herzhafte Crèpes.

P.: Es gab eine tarte au sucre, also wie eine Pizza mit Zucker drauf.

S.: So was ähnliches wie Kartoffelgratin (gratin dauphinois).

A.: Eine Spezialität aus Lyon, so weiche Würste mit einer weißen Soße (Quenelle) und bestimmte Baguettes, die anders waren als bei uns.

N.: Fleisch mit Teig drumherum (pâté en croûte).

Wie ist dein Französisch jetzt?

A.: Ich glaub ich habe schon Fortschritte gemacht. Und ich hab viele Schimpfwörter gelernt (lacht).

A. Also am Anfang war es etwas schwierig sich zu verständigen, aber dann später als man sich kennengelernt hat war es ganz einfach.

Was würdest du Schülern mitgeben, die überlegen am Austausch mitzumachen?

A. Es ist sehr anstrengend, aber lohnt sich auf jeden Fall.

M. In der ersten Woche hier in Deutschland habe ich viele Franzosen gar nicht wahrgenommen. In der zweiten Woche hat man auch die anderen mehr kennengelernt und ist zusammengewachsen.

N.: Ich war zwei Mal dabei und habe jedes Mal Fortschritte in der Sprache gemacht. Ich kann anderen nur empfehlen, den Austausch auch zu machen.


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Das Bodelschwingh Gymnasium

Willkommen auf der Homepage des Bodelschwingh-Gymnasiums in Herchen. Wir sind ein staatlich anerkanntes Gymnasium in kirchlicher Trägerschaft. Die Schule ist in der Sekundarstufe I dreizügig und bietet in der Sekundarstufe II den Schülerinnen und Schülern ein weitgefächertes Leistungs- und Grundkursangebot.